Pferde helfen Autisten

  • 13. mars 2013
  • Fréttir

The Horse Boy - Buch und Film

Pferde helfen Autisten

Autismus entsteht durch eine Störung in der Entwicklung der Neurogenese. Er wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Menschen mit Autismus haben oft Probleme sich selbst auszudrücken und es erweist sich für sie als schwierig mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich ihnen zu öffnen.  Nicht immer haben sie ihre Reaktionen unter Kontrolle und neueste Studien haben ergeben, dass es Autisten leichter fällt eine Verbindung zu Tieren aufzubauen, als zum Menschen. Unsere Sprache ist ein komplexes Phänomen und ist für Kinder mit Autismus ein Hindernis bei der Kommunikation mit anderen.

Forschungen haben ergeben, dass autistische Kinder sich bei der Kommunikation mit Tieren anders verhalten. Sie öffnen sich und zeigen ein Verhalten, dass sie den Menschen selten oder nie zeigen. Die Nähe eines Tieres vermittelt ihnen Geborgenheit und Sicherheit und es kommt deutlich seltener zu Angstanfällen, Unwohlsein, Hyperaktivität oder unangemessenem Verhalten. Der Grund dafür ist nicht bekannt, aber beim Zusammensein mit den Tieren müssen wie gesagt keine Wörter ausgetauscht werden, was für die Kinder einfacher ist.

Vor einigen Jahren wurde ein außergewöhnlicher Film gedreht, der die Geschichte eines autistischen Jungen und seinen Eltern erzählt. Die Pferde spielen in diesem Film eine wichtige Rolle, da sie dem Jungen auf seinem Weg zur Genesung helfen. Die Eltern machen mit ihrem Sohn einen Ritt durch die Mongolei um nach alternativen Heilmethoden zu suchen.

Rowan Isaacson wurde als Zweijähriger mit Autismus diagnostiziert. Er sprach nicht, zog sich zurück oder hatte starke Wutanfälle ohne ersichtlichen Grund. Sein Vater bemerkte, dass es ihm besser ging, wenn er draußen in der Natur und zwischen den Tieren war. Als Rowan fünf Jahre alt war machte er mit seinem Vater einen Spaziergang durch den Wald und verschwand plötzlich. Der Junge rannte in Richtung einer kleinen Pferdeherde, lief unter dem Zaun hindurch und zu den Pferden. Sein Vater hatte viel Erfahrung mit Pferden, hatte sich aber nicht getraut seinen Sohn zu ihnen mitzunehmen, da er nie wusste, wie er in welchen Situationen reagieren würde.

Das erste Mal begann Rowan zu sprechen. Er legte sich auf den Rücken und die Pferde begannen ihn zu beschnuppern. Plötzlich redete er mit ihnen.

Nach diesem Vorfall ging Rowan jeden Tag reiten und hielt sich die meiste Zeit des Tages bei den Pferden auf. Er machte unglaubliche Fortschritte innerhalb kürzester Zeit, sodass die Eltern beschlossen, eine Reittour durch die Mongolei zu machen. Das Unglaubliche geschah – der Ritt begann mit einem Kind, das sich nicht richtig ausdrücken konnte und zurück kamen sie mit einem Kind, welches seine Gefühle ohne einen Wutanfall äußern konnte.

Es gibt sowohl ein Buch, als auch einen Film über diese wundervolle Geschichte, die vielen Eltern autistischer Kinder in der ganzen Welt eine Inspiration ist.

Quelle: www.horseboyfoundation.org

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